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LIEBES PUBLIKUM,

bekannt ist, dass es auch andere Formen des Wissens und der Forschung gibt als jene, die in der institutionalisierten Wissenschaft ihren Platz haben. Das sogenannte „Erfahrungswissen“, das das rein kognitive, wissenschaftliche Wissen als alleiniges infrage stellt, spräche somit auch für das Vorhandensein einer „künstlerischen Forschung“. Dem Selbstverständnis, der hier im theaterimballsaal produzierenden Künstler entspricht dies allemal.

Noch allerdings sind hierzulande die theoretischen Erkenntnisse über das Verhältnis von Kunst und Wissenschaft weit zurück, und noch sind sich Künstler und Wissenschaftler uneins darüber, wann und unter welchen Umständen von „künstlerischer Forschung“ zu sprechen sei. Bedeutsame Entsprechungen aber sind nicht zu übersehen. So wies bspw. der Wissenschaftshistoriker Hans-Jörg Rheinberger darauf hin, dass das Gemeinsame von Wissenschaft und Kunst darin liege, dass es hier wie da „vorgängig und vorrangig (…) um das Verständnis eines Produktionsprozesses mit ungewissem Ausgang“ gehe. Beide, Kunst und Forschung, müssen den Bereich des Gesicherten, Bekannten und Verbürgten beständig von Neuem verlassen. Bliebe noch den fast schon klassisch zu nennenden Vorwurf, „künstlerische Forschung“ sei eine „Kunst ohne Publikum“, anzusprechen. Ihn zu widerlegen überlassen wir getrost unseren interessierten Zuschauern, die immer und selbstverständlich entscheidende Mitspieler und Gradmesser unseres künstlerischen Forschens sind.

Bestätigen lassen wir uns in dieser Frage aber gerne auch vom Komponisten und Theatermacher Heiner Goebbels, der seit Jahrzehnten für die Erfahrung künstlerischen Forschens steht. Gerade im experimentellen Gebrauch der Theatermittel, Vorgänge und Texte, wie es seit mehr als 20 Jahren im theaterimballsaal die Regel ist, sieht er die Öffnung eines Zwischenraumes, „in dem die eigene Sinnproduktion der Zuschauer überhaupt erst stattfinden kann“.

Rainald Endrass // Frank Heuel

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